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«Was man mit Herzblut tut, wird meistens auch besonders gut.» «Was nicht von Herzen kommt, geht nicht zu Herzen», heisst es in einem Circus-Sprichwort. Diesem Credo folgen Gregory (33) und Rolf Knie (61) seit Jahren in ihrem Circus der anderen Art. 2011 mit Betonung auf Herz, denn «Herzblut» heisst das Motto der neuen Spielzeit. Gregory Knie: «Bei der Verpflichtung der neuen Artisten, Komödianten, Musiker oder Tänzer, sind ausschliesslich Menschen dabei, die ihr Leben ihrer Berufung unterordnen.» Das Motto für das neue Programm hätte sich darum wie von alleine ergeben.
Gregory Knie: «Wenn ein Mensch etwas mit Herzblut tut, wird es meistens auch besonders gut». «Herzblut» – es ist bereits das 9 Programm von Vater und Sohn. Insgesamt arbeiten in diesem Jahr 57 Artisten, Tänzer, Sänger, Komödianten und Künstler zum Vergnügen auf der kreisrunden Bühne. Gregory Knie: «Wir garantieren aber nicht nur erstklassige Artistik, sondern auch eine Show, bei der man von ganzem Herzen lachen kann.» Dafür ist das mehrfach mit Preisen ausgezeichnete, schweizerisch-amerikanische Komödianten-Duo Full House zuständig, das seit Jahren ein nternationales Publikum zu Beifallsstürmen hinreisst. Gaby Schmutz, aufgewachsen in Effretikon, und Henry Camus aus New York, verbinden auf ureigene Art Slapstick-Artistik mit Musik und Kabarett zu einem einmaligen Humor-Kunstwerk. Die zwei Vollblut-Komödianten passen perfekt zum diesjährigen Herzblut-Programmmotto.
«Salto Natale fordert mich mehr als die Miss Schweiz-Wahl», sagt Linda Fäh
Der Circus sei eine harte, aber auch eine sehr gute Schule – auch für Linda Fäh, die bei Salto Natale ihr Dabüt als Popsängerin gibt. «Salto Natale fordert mich mehr als die Miss Schweiz-Wahl», sagt sie nach den ersten harten und langen Probetagen. So wie Linda Fäh ihren neuen Weg mit Leidenschaft geht, das passt perfekt zur neuen Salto-Natale-Show «Herzblut». Rolf Knie: «Manche grosse Sängerinnen-Karriere begann im Circus, zwei ganz grosse Namen sind Caterina Valente und Shirley Bassey.»
Rolf Knie weiss ganz genau, wie es ist, wenn man etwas mit Herzblut tut, ja tun muss.
Aus innerem Drang dem eigenen Weg trauen. 1983 verabschiedete sich der populäre Vertreter der 6. Generation von der berühmten Circusdynastie. Sagte Adieu zu seinem Bruder und seinen Cousins. Sagte gleichzeitig auch Adieu zum bequemen Bett und vorgeebneten Weg und lebte — das vergessen heute manche Chronisten —, lange Zeit von der Hand in den Mund. Er hörte damals einzig auf sein Herz, wählte die B-Lösung.
Was B wie Berufung und Begabung heisst, ohne zu wissen, wie weit ihn dies einmal bringen würde. Rolf Knie probierte sich aus, setzte zunächst eine Komödiantentruppe in die Welt, schauspielerte und malte. Daraus wuchs — wir wissen es längst — eine der farbenfrohsten Karrieren des Landes. Er würde es wieder tun und sagt dies auch immer wieder in Interviews, er hätte diesen Weg wählen müssen: «Das Herz ist der Wahrheit näher als der Verstand.»
Auch für Gregory Knie ist Circusmachen zur Herzenssache geworden. Mit 33 Jahren ist er heute im selben Alter, wie damals Rolf, als dieser den Circus verliess. «Mein Vater war stets beseelt von dem, was er gemacht hat. Und daran hat sich bis heute nichts verändert. Heute muss man eher manchmal Angst um sein Herz haben», sagt sein einziger Sohn.´Seine eigene Laufbahn verläuft ähnlich wie die seines Vaters: Auch Gregory verliess zunächst den Circus in den er hinein geboren war. Als «Peter Pan» war der junge Blondschopf ein Liebling des Publikums. Er wuchs dann aber, nach der Trennung seiner Eltern, in einer andern Welt auf. Die Lust am Showbusiness entdeckte er erst wieder während seinem Wirtschaftsstudium in den USA. Als Projektleiter für den Disney-Konzern erhielt er aber einen andern Blickwinkel auf sein Metier. Und er interpretiert es heute auch etwas anders als sein Vater. Doch die Doppeldirektion bei Salto Natale, der verdoppelte Blickwinkel, macht die beiden stark. Gemeinsam traut man sich eher zu, ungewohnte Wege zu beschreiten. Zurück in Europa begründeten sie darum vor über zehn Jahren eine der erfolgreichsten Circus-Geschichten der Neuzeit: Salto Natale, den Circus der anderen Art. Es ist einfach so: In den Adern von Circuskindern – egal ob sie einmal Artisten, Clowns oder im Fall von Gregory Knie ein erfolgreicher «Peter Pan» waren und dann zum Circusdirektor werden – fliesst ein ganz besonderer Saft. «Herzblut». Darin ist die Kraft verborgen, die Unmögliches möglich macht. Genauso wie es alle Artisten und das ganze Salto Natale-Team im diesjährigen Programm wieder tun werden.
Termine und weitere Informationen: www.saltonatale.ch |