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Ein Festival der Circuskunst PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 30. Dezember 2011 um 19:43 Uhr,  Geschrieben von: STENO   

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Ein Festival der Circuskunst“ – mit diesem früheren Programmtitel des Circus Krone lässt sich das diesjährige Programm des Karlsruher Weihnachtscircuses wohl am ehesten beschreiben.
Rosemarie und Joachim Sperlich haben für die dritte Auflage ihres Karlsruher Weihnachtscircus nicht nur hochkarätige Nummern in die großzügigen Zeltanlagen auf dem Karslruher Messplatz geholt, sondern zusammen mit Regisseur Massimiliano Sblattero auch tief in die „Trickkiste“ gegriffen.
Neben einem Showballett und dem Circusorchester erwartet die Zuschauer eine Reihe von „Spezialeffekten“ wie Laser-Einlagen und Feuereffekten – extra für’s Finale werden rechts und links vom Artisteneingang zwei große beleuchtete Showtreppen installiert. Und aus all diesen Mosaiksteinen entstand eine Show, die dem Karlsruher Weihnachtscircus im dritten Jahr seines Bestehens einen Platz in der Riege der führenden Weihnachtscircusse sichert.

Ein ganz großer Griff ist den Machern des Karlsruher Weihnachtscircuses mit der Verpflichtung der Familie von René & Alexia Casselly gelungen.
Ihre beiden großen Tiernummern sind jeweils als Schlußnummern der beiden Programmteile platziert – und dies vollkommen zu recht.
Bereits die erste der beiden Nummern, eine Kombination von Elefanten- und Pferdedressur, weiß zu begeistern; vier Elefanten und vier Pferde, jeweils mit Ballett-Dame beritten, werden von René Cassely – ebenfalls zu Pferd – routiniert vorgeführt.
Beim zweiten Auftritt der Cassellys mit ihren Elefanten wird ein wahres Trick-Feuerwerk gezündet. Merrylu und ihr Bruder René jun. zeigen Akrobatik auf dem Rücken der Elefanten (u. a. einen Spagat von René jun. auf den Köpfen zweier Elefanten, Stehendritt von Merrylu mit ihrem auf ihren Schultern stehenden Bruder, René’s Salti von Elefant zu Elefant) und eine Quick-Change-Einlage, bei der nicht nur Merrylu das Kostüm wechselt – Reiterspiele auf dem Rücken von Elefanten. Dies alles ist aber nur der Auftakt für den sensationellen Schlußpunkt: Schleuderbrett-Akrobatik mit Elefanten.
Renè jun. lässt sich vom Elefanten mittels Schleuderbrett auf den Rücken eines anderen Elefanten katapultieren – Doppelter Salto, Zwei-Personen Hoch auf die Schultern seiner Schwester und als Höhepunkt der dreifache Salto. Sensationell! Direkt von Karlsruhe aus geht es für die Casselly’s nach Monte-Carlo zum 36. Internationalen Circusfestival. Mit dieser einmaligen Nummer dürfte ihnen ein „Clown“ sicher  sein – gerne auch in Gold!
Doch nicht nur im tierischen Bereich können die Cassellys begeistern: Merrylu`s Kür an den Vertikaltüchern zu Beginn der Vorstellung gefällt ebenso wie ihre Kautschuk-Artisik, die mit dem Schuß mit Pfeil und Bogen – mit den Füßen ausgeführt – auf einen Ballon endet.
Ebenfalls Monte-Carlo-erprobt sind Maike und Jörg Probst, die mit ihren beiden Tiernummern den tierischen Part  vervollständigen.
Ihre Dressur von Rhesusaffen und Pavianen besticht durch große Spielfreude und schöne Tricks;  ihre große Bauernhoftierrevue verfehlt auch in Karlsruhe nicht ihre Wirkung.
Die Liazeed steuern neben ihrer bekannten leistungsstarken Handstand-Darbietung noch eine kraftvolle Mastenakrobatik von Francisco bei und die vom Zirkus Charles Knie bekannten Nistorovs lassen es auch in Karlsruhe mit ihrer Rollschuh-Darbietung „rund“ gehen.
Ebenfalls aus dem Saisonprogramm von Charles Knie bekannt ist Renè Sperlich mit seiner Handstandequilibristik auf der Stuhlpyramide. In Karlsruhe zeigt Renè seine Darbietung in einer phantasievollen Avatar-Choreographie zu Live-Gesang von Bianca Richter, die gleich mehrere Darbietungen der Show gesanglich begleitet.
Das Thema „Burlesque“ wurde für Monika Sperlich`s Seiltanz-Nummer gewählt und gewaltig umgesetzt mit Ballett, Gesang und zahlreichen Feuereffekten.
In UV-Licht getaucht ist die Fangstuhl-Nummer des Duo Tereshencko mit einer Vielzahl  an Salti und Pirouetten - allesamt sicher ausgeführt.
Für den humoresken Teil  ist in diesem Jahr der italienische Spaßmacher Davis Vassallo zuständig; auch wenn er bei seinen Reprisen gerne auf „altbekanntes“ zurückgreift, versteht  er es mit komödiantischem Talent  die Lacher auf seine Seite zu bekommen. Zusammen mit einem weiblichen Weißclown und einem Konträr-August  zeigt Davis außerdem noch ein Musikal-Entree.
Mit einem stimmungsvollen Finale geht eine fantastische Circus-Show zu Ende. Sind wir gespannt, was sich Rosemarie und Joachim Sperlich für den 4. Karlsruher Weihnachtscircus einfallen lassen.

Text und Fotos: Stefan Nolte

 

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